Kommentar zur Berichterstattung “Attentat auf Polizeichef Mannichl” 1

Erstellt von René Keller am 21. Dezember 2008

Jetzt hört man schon in der zweiten Woche nahezu täglich eine Berichterstattung über den dramatischen und abscheulichen Anschlag auf den Passauer Polizeichef Mannichl. Lang genug um mal einige Dinge zu hinterfragen:

Bei der aktuellen Berichterstattung muss man meines Erachtens über die Existenzberechtigung der Informationsintermediäre “Journalisten” ins Zweifeln kommen. Es kommt mir vor, als ob in sämtlichen Radio- und Fernsehstudios Leute sitzen, die dafür bezahlt werden, DPA und Reuter-Meldungen vorzulesen, ohne hierbei selbst journalistisch tätig zu werden und sich um eine objektive Berichterstattung zu bemühen.

Wir möchten doch einmal die Fakten festhalten: Herr Mannichl wurde von einem unbekannten Täter mit rasiertem Kopf und Tatoos niedergestochen. Der Täter rief ihm zu “Du linkes Bullenschwein”.

Mir ist jetzt leider nicht ersichtlich, wie diese bedauerlichen Fakten damit zusammenhängen, dass man in der Presse eine politische Diskussion über ein NPD-Verbot führt und (derzeit noch) ohne Beweise die rechte Szene beschuldigt.

Es mag sein, dass der Täter wahrscheinlich diesem Lager zuzuordnen ist, aber ist es weniger plausibel, dass ein autonomer gewaltbereiter Linker eine Straftat begannen hat, um das feindliche rechte Lager zu schwächen? Tatoos sind schnell aufgemalt, Haare schnell abrasiert.

Ich sympathisiere weder mit rechts noch mit links und entsage selbstverständlich dererlei Straftaten. Von einer kategorischen, nicht hinterfragte Vorverurteilung einer Gruppe mit entsprechender schlechten Meinungsmache durch die Medien sollten wir gerade in Deutschland meines Erachtens jedoch Abstand nehmen.

Noch eine kleine Sache zum Thema Datenschutz: Eben lief auf SWR3 ein Bericht über den “mutigen Polizeichef”. Es wurde berichtet, dass er zwei Kinder im Alter von 24 und 26 mit den Namen X und Y hat, ein Familienmensch ist, gerne Langlaufen im Bayerischen Wald geht und sonst noch dies und jenes gerne tut. Solche Informationen preis zu geben und der Ausstrahlung über die Medien zuzustimmen solange der Täter, der noch vor 2 Wochen einen Mordanschlag auf mich durchgeführt hat, frei herumläuft, ist meiner Meinung nach nicht mutig, sondern leichtsinnig und dumm.

Ich hoffe, dass der Täter schnell gefasst wird und es Herrn Mannichl schnell wieder besser geht.

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